Nach einer umfangreichen Modernisierung des Flaschenkellers konnte um 1970 ein Jahresausstoß an Flaschenbier von 40.000 Hektolitern erreicht werden.
Die Produktion von Fassbier wurde allerdings gänzlich eingestellt.

Jedoch die Freunde über das Erreichte währte nicht lang.
Joachim Bergt ahnte bereits, dass die staatliche Beteiligung nur eine Gnadenfrist bedeutete.
Und schon bald war es soweit: Am 10.04.1972 - quasi „über Nacht“ - musste das bislang familiär geführte Privatunternehmen „freiwillig“ an den Staat verkauft werden.
Für viele der kleinen mittelständigen Betriebe war dies der Ruin, und auch Joachim Bergt wurde das Gefühl nicht los, „verloren zu haben“.

Die Brauerei Reichenbrand war fortan als selbstständiges Unternehmen dem Wirtschaftsrat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt unterstellt und ab 01.01.1980 als Produktionsstätte dem in Karl-Marx-Stadt ansässigen Getränkekombinat - Stammbetrieb „Braustolz“ - zugeordnet.
Joachim Bergt war nun in „seinem“ Betrieb als Produktionsstättenleiter angestellt. Er konnte somit versuchen, Einfluss auf die Qualität der Biere zu nehmen und hat es geschafft, dass trotz Reglementierung zur Senkung des Stammwürzegehaltes sowie dem Einsatz von Hilfsstoffen für die Bierproduktion, wie beispielsweise Rohfrucht und Zucker als Malzersatz, die Biere aus Reichenbrand eine gute Qualität und Haltbarkeit aufwiesen.

alt etikett 01

alt etikett 02


alt etikett 03Alte Etiketten der Brauerei Bergt




Aktuelles