Die Brauerei im Ortsteil Chemnitz-Reichenbrand wurde 1874 durch Herrn Karl-Friedrich Hofmann erbaut.
Dieser konnte jedoch aufgrund von Absatzmangel nur an Sonn- und Feiertagen „Selbstgebrautes“ in einem kleinen, zur Straßenseite parterre gelegenen Schankraum ausschenken.

Nach seinem Konkurs 1895 übernahm Herr Oswald Bergt – der Großvater des heutigen Senior-Chefs Joachim Bergt – die Brauerei und führte sie über die Jahrhundertwende.

alt laster seTraditionsgemäß wurde um 1900 ein relativ dunkles Bier gebraut, das eigene Brunnenwasser gab diesem Bier schon damals einen unverwechselbaren Geschmack.

Bis zum ersten Weltkrieg konnte eine Jahresproduktion von 2.000 Hektolitern erreicht werden.

„Klein aber fein!“ – das war die Devise, oder wie man heute gelegentlich noch in der Presse liest: „Klasse statt Masse!“.

Die Kriegswirren und die Nachkriegszeit waren für die Bergt’s harte Jahre. Dennoch behielten Oswald Bergt und seine Söhne Max und Rudolph einen kühlen Kopf und bewiesen unternehmerisches Geschick.
Das schon damals süffige Bier mit Qualitätsniveau war bei den Chemnitzern beliebt und Absatz gab es zu jeder Zeit, trotz Inflation und Arbeitslosigkeit.
Der „Bierbrauer von Reichenbrand“ – wie Oswald Bergt auch genannt wurde – verstand die Kunst des Brauens und gab seine Erfahrungen den Generationen mit.